Langes Wochenende beschert Platz 3 10.08.2015: Langes Wochenende beschert Platz 3
Verletzte sich im letzten Spiel des Wochenendes: Damian Janus
Ein langes Wochenende liegt hinter den Löwen der SG Ratingen. An drei Tagen waren sie im Einsatz bei Pirates-Cup in Leichlingen, den sie am Ende auf einem ordentlichen dritten Platz abschlossen. Gleichzeitig geht die Vorbereitung in die Halbzeit. Drei Wochen liegen hinter, weitere drei vor der SG, bevor es am 29.08.2015 (18 Uhr) zum Heimspielauftakt gegen die HSG Varel/Friesland kommt.

Die Akkus sind leer. Spätestens seit dem frühen Sonntagabend gehen die Löwen auf dem Zahnfleisch. Gerade hatten sie sich selbst belohnt und mit einer guten Leistung im Spiel um Platz deutlich gegen den TuS Opladen durchgesetzt. Bis es dazu aber kam, durchlebten Ratka und seine Jungs ein kleines Wechselbad der Gefühle. Der Auftakt am Freitagabend, ebenfalls gegen den Opladener Oberligisten, war dem Rudel gut gelungen. Deckungsleistung und Zusammenspiel im Angriff stimmten, der ein oder andere Abstimmungsfehler war verkraftbar und das 20:16 für die Löwen ging auch in der Höhe voll in Ordnung. Für den Samstag sollte sich der eingeschlagene Weg fortsetzen. Verbandsligist LTV Wuppertal hatte beim 23:9 klar das Nachsehen gegen eine abgeklärte SG. Die sah sich kurze Zeit später dem VfL Gladbeck gegenübergestellt. Die Truppe aus dem Ruhrgebiet hatte die Löwen vor Wochenfrist noch beim eigenen Sven-Maletzki-Cup noch ordentlich geärgert, nach dieser Niederlage forderte Ratka eine deutliche Leistungssteigerung von seinen Jungs. Die gelang zwar, der Coach der Dumeklemmer wusste das Ergebnis von 20:14 aber einzuordnen: “Der VfL musste ohne seine Schlüsselspieler Mollenhauer und Krönung antreten. Das hat man der jungen Mannschaft angemerkt, die aber kämpferisch voll dagegengehalten hat.”

Somit beendete das Löwenrudel die Gruppenphase auf Platz eins, am Sonntagmorgen wartete mit der SG Langenfeld ein weiterer ambitionierter Oberligist. Und von der ersten Minute an zeigte sich, dass die ehemalige Mannschaft des jetzigen Trainers der Löwenreserve Leszek Hoft in jeglicher Hinsicht überlegen auftrat. Spritziger, aggressiver, schneller im Umschaltspiel. Völlig verdient setzte sich die SGL mit 20:15 durch und Ratka war sichtlich genervt und bedient ob des Auftretens seiner Löwen. “Das hat mich schon sehr geärgert. Andererseits sind solche Situationen auch interessant, weil es Einblick in den Charakter einer Mannschaft gibt, inwiefern sie auf Stresssituationen oder Misserfolge reagiert.”

Im abschließenden Spiel um Platz drei zeigten die Löwen wieder ihr Gesicht der Gruppenphase. Jeder Löwe mobilisierte noch einmal die letzten Kraftreserven, heraus sprang ein deutliches 22:10. “Darauf kommt es mir an: Wenn man müde ist noch einmal den Willen zu entwickeln alles zu geben. Insofern kann ich trotz der Niederlage gegen Langenfeld auf ein ordentliches Wochenende zurückblicken und den Jungs heute ruhigen Gewissens frei geben.”, so der Coach am Sonntagabend. Abzuwarten bleibt indes, wie sich die Verletztensituation im Rudel gestaltet. Johann Oesterwind fällt nach wie vor aus, Yannick Eckervogt und Damian Janus sind mit Handverletzungen gehandicapt. Ihr Einsatz im Testspiel gegen das isländische Topteam HF Hafnarfjördur am Donnerstag entschiedet sich wohl kurzfristig.