Reserve schlägt Kettwig 08.11.2016: Reserve schlägt Kettwig
Salim und Basti freuen sich über den Sieg
Einen anderen Samstag und somit auch Spieltag als gewohnt erlebten die Akteure der Ratinger und Kettwiger Teams. 20:00 Uhr, kurz vor der besten Sendezeit im TV und die Spieler befanden sich Mitten im Aufwärmprogramm zur sechsten Landesligapartie der laufenden Saison. Zwar eine ungewohnte Situation, aber trotzdem war die Lust des Rudels direkt im Anschluss an die Begegnung der ersten Herren groß.

Doch ähnlich wie letzte Woche in Altendorf befanden sich die Löwen erstmal im vorzeitigen Winterschlaf. Anders jedoch als in der Vorwoche konnte sich die SG nach der Anfangsphase nicht einfach aufrappeln und davon ziehen. Bis zum 8:8 Mitte der ersten Hälfte sahen die Zuschauer in der Gothaer Straße einen offenen Schlagabtausch, bei dem das Spiel auf Löwenseite von immens vielen technischen Fehlern, Fehlwürfen und einer durchlässigen Abwehr geprägt war. Auch eine Auszeit von Trainer Leszek Hoft änderte nichts am Spiel der SG, das zwischenzeitliche 13:10 markierte die höchste Führung der ersten Halbzeit.

Der 15:13 Pausenstand trieb dem Ratinger Trainer alles andere als ein Lächeln ins Gesicht, dabei ging es nicht nur um den Spielstand, sondern vor allem um die Art und Weise wie dieser zustande kam. Was folgte war neu für die erfahrenen Löwen: Der Trainerroutinier strafte seine Mannen in der Kabine mit eisernem Schweigen, wechselte die komplette erfahrene erste Sieben aus und begann die zweite Spielhälfte nur mit A-Jugendlichen, ergänzt durch Bastian Lindner in seinem ersten Herrenjahr.

Und die Junglöwen erledigten ihren Job sehr ordentlich. Vor allem Patrick Achenbach ging vorne weg, erzielte aus dem Rückraum ganze sechs Tore. Bis Leszek Hoft seine Herren wieder erlöste, vertraten die Youngster das Löwentrikot mit Bravour und konnten die Führung aus der Pause sogar ein Stück vergrößern. Auch Bastian Lindner, in dieser Phase mit gerade 19 Jahren der älteste Akteur auf dem Feld, wusste das Spiel zu lenken und setzte einige gute Akzente. Letztlich war die Begegnung aber Mitte der zweiten Hälfte entschieden, sodass die SG die Führung bis zum Ende des Spiels Schritt für Schritt vergrößerte.

Nach dem 33:25 Entstand kann man an der Gothaer Straße mit der erbrachten Leistung allerdings ganz und garnicht als glücklich sein. Wieder einmal hat man den Start, sogar die komplette erste Halbzeit verschlafen und konnte das Vorgenommene nicht umsetzen. Dennoch bleibt die Leistung der Junglöwen positiv in Erinnerung, die in der zweiten Halbzeit ins kalte Wasser geworfen wurden und der Aufgabe gewachsen waren. Letztlich bleibt die SG Zwote aber als Tabellenzweiter der gefährlichste Jäger auf die Tabellenspitze, eine Position die man bis zum vermeintlichen Showdown gegen den Ligaprimus aus Mühlheim-Saarn nicht mehr abgeben möchte. Bis dahin gibt es aber noch reichlich Steigerungspotenzial, das man schon nächste Woche beim Gastspiel bei der Fortuna aus Düsseldorf abrufen möchte. In der kommenden Trainingswoche wird Leszek Hoft die erbrachte Leistung aber sicherlich noch thematisieren!

Die Zwote vs. Essen-Kettwig: Loose, Jänsch – Achenbach 6, Müller 6/3, Lindner 4/1, Jahan Bakhsh 3, Oppitz 3, Steppke 2, Schlierkamp 2, Sommer 2, Dobrolowicz 2, Ditzhaus 2, Nitzschmann 1/1, Michel