Vorbericht: SG Ratingen – HSG Handball Lemgo II 05.12.2014: Vorbericht: SG Ratingen – HSG Handball Lemgo II
Wollen bis Weihnachten noch fleißig Punkte sammeln: Die erste Herrenmannschaft der SG Ratingen
Ein Hauch von Bundesliga weht an diesem Samstag-Abend in der Gothaer Straße. Denn mit dem Junior-Team des TBV Lemgo und ihrem Trainer Florian Kehrmann gastiert ein Team in Ratingen, dass klangvolle Namen auf dem Spielberichtsbogen verzeichnen kann. Doch nicht nur auf dem Papier, sondern eben auch mit nackten Zahlen können die Gäste wuchern, steht die junge Truppe des Weltmeisters von 2007 nämlich auf einem starken siebten Tabellenplatz und hat bei einem Punkt Abstand auf Platz vier die obere Tabellenregion im Visier.

Traditionell sind die Reserveteams von Bundesligisten mit technisch und taktisch bestens ausgebildeten Nachwuchshandballern ausgestattet. So auch in Lemgo, wo wohl eines der besten Nachwuchsförderungsprogramme tagtäglich mit Leben gefüllt wird. Schulkooperationen und betreute Wohngemeinschaften bilden die Grundlage für eine optimale (sportliche) Ausbildung der Jugendlichen. Wenig verwunderlich also, dass große Handballtalente in Ostwestfalen eine Heimat finden. Zu ihnen zählen zum Beispiel auch Dominic Ebner (86 Saisontore),  Leif Anton (52) und Philipp Vorlicek (50), die drei Topscorer der HSG. Dahinter versammeln sich allerdings noch vier weiter Akteure, die in der laufenden Saison wit über 30 Treffer erzielen konnten. Das Ergebnis ist eindeutig: Lemgo stellt den besten Angriff der Liga (420 Tore in 13 Spielen). Allerdings kassierten Kehrmanns Jungs auch die zweitmeisten Gegentreffer der Liga (392).

Das Löwenrudel ist also gewarnt vor einem flinken und abschlussstarken Gegner. Aber auch sie haben in den letzten drei Spielen und einem Lauf von 6:0 Punkten Selbstvertrauen getankt und wollen die Serie wenn eben möglich ausbauen. Mit Lemgo stellt sich bis Weihnachten der vermeintlich stärkste Gegner in Ratingen vor. “Zwei Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen sind wichtig für uns. Erstens haben wir uns selbst gezeigt, dass wir mit der richtigen Einstellung in der Liga mithalten können. Und Zweitens, dass immer mehr Spieler Verantwortung übernehmen können.”, verweist Damian Janus auf den Auftritt von Niko Lenz (5 Tore) und Johann Oesterwind (7) in Wiesbaden. An die gezeigten Leistungen soll gegen Lemgo angeknüpft werden, dann könnte es klappen mit einem weiteren Erfolgserlebnis für das Löwenrudel.