Löwen unterliegen in Neuss klar 05.09.2015: Löwen unterliegen in Neuss klar
7 Tore in 25 Minuten: Simon Breuer
Am späten Freitagabend war für das Rudel in Neuss nichts zu holen. Gegen den prominent verstärkten Favoriten hielten die Löwen bis zur Halbzeit mit, konnten in deren Verlauf sogar mehrfach die Führung behaupten und hatten sich für die zweite Hälfte gänzlich anderes vorgenommen als das, was in Durchgang zwei folgen sollte. Innerhalb weniger Minuten gerieten sie uneinholbar ins Hintertreffen und unterlagen am Ende völlig verdient mit 34:22.

Die Partie in der Neusser Hammfeldhalle begann vielversprechend. Das 1:0 durch Ivan Cosic beantwortete der überragend aufspielende Simon Breuer mit einem Doppelschlag zum 1:2. Die Deckung der Dumeklemmer agierte auf einem konstant hohen Niveau, erst in der achten Spielminute musste das dritte Gegentor hingenommen werden. Haken sollte es im gesamten Spielverlauf hingegen in der Offensive, dennoch gelang es dem Rudel, bis zum 9:11 (25.) die Führung zu halten. Es waren vor allem die Einzelaktionen Breuers, der bis hierhin alleine schon siebenmal genetzt hatte. Heim-Trainer Witte reagierte und ließ den Leitlöwen in Manndeckung nehmen. Und weil nun auch hinten unnötige Zeitstrafen gehäuft auftraten nutzte der NHV die Gunst der Stunde. Bis zur Pause drehte er das Blatt, das 15:13 markierte Christopher Klasmann kurz vor der Sirene.

Das Spiel war noch offen, der Gegner in Reichweite und die Löwen wollten die Begegnung möglichst lange offen halten. Bei eigenem Ballbesitz hätte im ersten Angriff der Anschlusstreffer fallen können. Doch es sollte anders kommen. Vier Minuten nach Wiederanpfiff hieß es schon 18:13, der Gastgeber drehte nun ordentlich auf, den Neusser Lauf sollten weder die Treffer von Schulz (18:14) oder Schütte (19:15) stoppen. Ratka probierte alles, wechselte durch, nahm eine Auszeit, der gewünschte Effekt trat aber nicht ein. Über 24:16 und 28:18 enteilte der Gastgeber immer mehr und am Ende stand ein schmerzhaftes und verdientes 34:22 auf der Anzeigetafel in Neuss.

“Wenn der Gegner besser ist, dann muss man dies neidlos anerkennen. Wir haben heute nicht die Leistung gebracht, um für einen Punktgewinn in Frage zu kommen und wir werden mit dieser Niederlage vernünftig umgehen. Das heißt die guten Ansätze aus der ersten Hälfte aufgreifen und die Fehler aus der zweiten analysieren.”, sagt Richard Ratka und nutzt das Spiel zur Vorbereitung auf den nächsten Gegner. Mit der Zweitvertretung des GWD Minden kommt am Samstag (13.09., 18 Uhr) nämlich der nächste unangenehme Kontrahent in die Dumeklemmerstadt.