Löwen verlieren Kellerduell 04.12.2016: Löwen verlieren Kellerduell
Machte ordentlich Dampf: Timo Worm
Das Spiel in Volmetal war nichts für schwache Nerven. Es wurde gebissen, gekratzt und phasenweise sogar Handball gespielt. Eben genau das, was man unter einem Spiel um den Klassenerhalt erwartet. Das bessere Ende hatten am späten Samstagabend die Gastgeber für sich, das 28:27 nach Ablauf der regulären Spielzeit hinterließ die Löwen mit leeren Händen.

Äußerst zerfahren gestaltete sich schon der Beginn der Partie, in der es schon früh Zeitstrafen für die Löwen zu verzeichnen gab. Trotz der berechtigten Hinausstellungen gegen Fabian Zarnekow und Nikolai Lenz dauerte es aber bis in die sechste Spielminute, ehe der erste Treffer des Abends fiel. Das zwischenzeitliche 2:0 (9.) konnte der vor allem in der Anfangsphase bärenstark aufspielende Dominic Kasal mit einem Doppelschlag beantworten. Beide Seiten hatten nun die Anfangsnervosität abgelegt, schön war es allerdings nicht mit anzusehen, was die Teams auf die Platte brachten. Mehrmals kochten die Emotionen hoch, überhartes Einsteigen in die Zweikämpfe beider Seiten verdeutlichte, dass es um eine Menge ging.

Simon Breuer und Dominik Kasal führten die Löwen beim 5:8 (22.) zur drei-Tore-Führung, die den TuS zur Auszeit zwang. Die Gastgeber kämpften sich wieder heran, glichen zum 9:9 (25.) aus. Die kleine Schwächephase des Rudels beendete Carsten Jacobs zum 9:10, bis zur Pause erhöhte sein Team auf 12:14, die Dumeklemmer waren voll im Soll.

Nach der Pause zeigte sich ein zunächst unverändertes Bild. Geschenkt wurde sich nichts, die Löwen behielten vorerst aber die Überhand. Über 15:17 (Schütte, 37.) und 16:18 (Kasal, 40.) legten sie vor, ein Doppelschlag der Volmetaler brachte dann aber den nächsten Ausgleich. Nun waren es die Gastgeber, die in Vorlage gerieten. Das Rudel aber blieb durch die Anschlusstreffer von Timo Worm (24:23, 51.) und Dominik Jung (26:25, 57.) dran. Das Spiel steuerte auf ein enges Finale zu, welches es in sich haben sollte.

Mit einem knappen 27:26-Vorsprung und eigenem Ballbesitz knappe vierzig Sekunden vor dem Ende war der TuS im Vorteil, die offene Manndeckung der Löwen brachte aber den erhofften Effekt. Volmetal verliert den Ball, den fälligen Freiwurf unterbinden sie regelwidrig und die Löwen bekommen einen Siebenmeter zugesprochen. Den verwandelt Timo Worm eiskalt, drei Sekunden verbleiben da auf der Uhr. Volmetal feuert den fälligen Anwurf direkt aufs Tor, den Kontakt von Kasals Fuß und dem Ball werten die Schiedsrichter als absichtliche Abwehr und auch dies führt nach neuer Regelauslegung zu einem Siebenmeter. Den netzt Kevin Herzog ebenso nervenstark ein wie zuvor Timo Worm, der Jubel auf der einen und die Enttäuschung auf der anderen Seite kannte keine Grenzen.

Aufstellung SG: Ferne, Zindel -Jung (2), Lenz, Breuer (9), Zarnekow, Kasal (5), Jacobs (1), Schütte (3), Schlierkamp (1), Maesch, Jäckel, Bartmann, Worm (6/4)