Löwen zu Gast in Krefeld 02.02.2017: Löwen zu Gast in Krefeld

Das nächste Pflichtspiel führt das Löwenrudel am Sonntagnachmittag nach Krefeld. Zuletzt zeigten die Jungs von Spielertrainer Simon Breuer eine leicht aufsteigende Formkurve und wollen bei der HSG diesen Trend fortsetzen. Dem Gastgeber wird eine ähnliche Motivationsgrundlage nachgesagt – in der Vorwoche gelang der von Olaf Mast trainierten Truppe der erste Sieg in 2017, dem nun zunächst ein weiterer folgen soll.

Die HSG Krefeld war als Geheimfavorit in die Saison gestartet und wurde dieser bis in den November hinein gerecht. Von besagtem Monat bis zur Jahreswende holten die Seidenstädter lediglich drei Punkte und verabschiedeten sich frühzeitig aus dem Rennen um die vorderen Plätze. Auf dem neunten Tabellenplatz soll nun die Talsohle liegen, von der aus sich die Mannschaft um Marcel Görden wieder nach oben spielen will. Der brandgefährliche Allrounder hat bisher nicht nur 72 Saisontore erzielt, sondern spielt auch in der Defensive eine herausragende Rolle, so dass er als Fixpunkt im HSG-Spiel unverzichtbar scheint. Viel wird auch davon abhängen, inwiefern sich das Lazarett der Gastgeber vom Sonntag im weiteren Saisonverlauf lichtet.

Es handelt sich also um eine vergleichbare Situation in Krefeld und Ratingen – wenngleich sie sich auf völlig anderen Ebenen abspielt. Die Löwen kämpfen ums nackte Überleben und mussten, wieder einmal, schwere sportliche und verletzungsbedingte Rückschläge hinnehmen. Fabian Zarnekow zog sich eine schwere Knieverletzung zu, die eine Rückkehr auf die Platte in dieser Spielzeit unwahrscheinlich macht. Und Johann Oesterwind, gerade auf dem Weg zu alter Stärke, brach sich im Training den Unterarm, seine Ausfallzeit wird mehrere Wochen andauern.

Doch alles lamentieren hilft nichts. Mehr denn je sind die Spieler des Rudels gefragt, aus der Situation das Beste herauszuholen. Kapitän Ben Schütte nimmt sich und seine Kameraden in die Pflicht: “Egal was passiert, am Ende des Tages muss man in den Spiegel schauen und sich selbst sagen können, dass man alles gegeben hat.”