2. Sven-Maletzki-Cup: Turnierbericht 01.08.2016: 2. Sven-Maletzki-Cup: Turnierbericht
Sieger beim 2. Sven-Maletzki-Cup: Die SG Langenfeld
Schon einen Tag nach der Neuauflage des Vorbereitungsturniers der SG Ratingen lässt sich sagen: Es war ein voller Erfolg. Die sportliche Qualität, das Zuschauerinteresse und die erreichten Fortschritte stimmten mannschaftsübergreifend. Anstelle eines löwenzentrierten Wochenendberichtes versuchen wir uns deshalb an einem übergreifenden Resumée.

Die Turniereröffnung am Samstagmorgen war den Ortsnachbarn Leichlingen und Langenfeld vorbehalten und hielt gleich das erste etwas unerwartete Ergebnis parat. Der amtierende deutsche Amateurpokalsieger und Aufsteiger SG Langenfeld siegte recht deutlich gegen experimentierfreudige Piraten. Die nutzten nämlich über beinahe das gesamte Turnier die Gelegenheit, mit einem siebten Feldspieler in ständiger Überzahl zu agieren. Noch aber blieb das Erfolgserlebnis aus – 19:26 für die SGL.

Im zweiten Spiel des Tages besiegte der gut aufgelegte TV Korschenbroich den VfL Gladbeck. Gegen die Routine vom Niederrhein war auch deshalb kein Ruhrgebietskraut gewachsen, weil die Köpfe des Gladbecker Teams Krönung (Kreuzband-OP) und Mollenhauer (privat verhindert) nicht in das Geschehen eingriffen. Das junge Team von Sven Deffte schlug sich dennoch achtbar – 22:11 für den TVK.

Direkt im Anschluss waren die “Korschies” wieder dran. Gegen die SG Langenfeld lieferte man sich ein Duell auf Augenhöhe, es wurde gebissen und gekämpft. Zu keinem Zeitpunkt aber, und dies galt für jede Mannschaft in jedem Spiel, wurde die Fairness vernachlässigt. Beherzt und herzlich wurde miteinander umgegangen. In diesem Fall hatte der TVK das bessere Ende für sich – 19:18.

Im letzten Spiel der Gruppe 1 für den Samstag machten es dann die Piraten gegen den VfL Gladbeck mit ihrem Sprinttraining für Torhüter besser. Die richtigen Entscheidungen wurden öfter getroffen, die Überzahlsituation häufiger mit einem Torerfolg abgeschlossen. Leidtragender war der dezimierte VfL aus Gladbeck – 24:18.

Weiter ging es mit Gruppe 2, in der neben dem Löwenrudel auch der TuS Lintorf, Europapokalteilnehmer HV Hurry Up und der TV Aldekerk ins Rennen gingen. Im ersten Gruppenspiel zeigten die Jungs des TVA, angeführt vom Ex-Löwen Tobi Dickel eine ansprechende Leistung und konnten sich gegen die ein Liga tiefer spielenden Lintorfer durchsetzen. Doch die Ratinger zeigten, dass auch sie trotz des dünnen Kaders entschlossen zu Werke gingen, vorerst noch ohne zählbaren Erfolg – 18:11 für Aldekerk.

Dann griffen endlich auch die Löwen ins Geschehen ein und ließen sich nicht lange bitten. Obwohl sie lange Zeit einem Rückstand hinterherliefen und dem europäisch spielenden Gegner von HV Hurry Up schon vieles gelang steckten sie nicht auf und bissen sich Mitte der zweiten Halbzeit fest. Den Schlusspunkt setzte der stark aufspielende Niko Lenz zwei Sekunden vor dem Ende – 16:15 für das Rudel.

Im Anschluss kam es dann zum stadtinternen Dumeklemmer-Duell. TuS gegen SG, zur Halbzeit sah es nach einem deutlichen Löwen-Sieg aus, doch die Lintorfer kamen noch einmal zurück. “Da hätte ich mir mehr Konsequent von meiner Mannschaft gewünscht”, konstatierte Rudel-Coach Simon Breuer im Nachgang – 23:19 für die SG.

Den Samstag beschloss das Duell der am westlichsten gelegenen Teams. Gegen merklich müder werdende Aldekerker konnte Hurry Up mehr Energie aufbringen und entschied das Spiel für sich – 25:21.

Den Sonntag eröffneten in ihrem letzten Vorrundenspiel der VfL Gladbeck und die SG Langenfeld. Erneut musste der VfL dem kleinen Kader Tribut zollen, die Jungs von Dennis Werkmeister gehen bekanntlich immer Vollgas. Aus der eingespielten Defensive heraus setzten sie die entscheidenden Nadelstiche – 23:18.

Die Löwen hätten mit ihrem letzten Vorrundenspiel dann Platz eins in ihrer Gruppe klarmachen können. Es ließ sich auch gut an, doch die schnelle 5:1-Führung schenkten sie genauso schnell her wie sie gewonnen wurde. Zur Halbzeit gerieten sie vorentscheidend mit 7:11 in Rückstand, da half auch eine Stabilisierung der Leistung nichts – 21:19 für bessere Aldekerker.

Der Gruppensieger wurde also erst im Folgespiel ermittelt. Je nach Differenz konnte sich Hurry Up die Krone aufsetzen und gaben demnach mächtig Gas gegen müde Lintorfer. Die breite Bank sprach zudem für die Niederländer. Tor um Tor zogen sie davon und auch wenn der TuS nie aufgab, zu groß war der Leistungsunterschied am Ende, der dem Gegner auch den Gruppensieg bescherte – 24:15.

Und auch im allerletzten Vorrundenspiel spielte das Torverhältnis eine entscheidende Rolle. Dem TVK hätte eine Unentschieden zum Gruppensieg gereicht, der LTV hätte mit 11 Toren Unterschied den Finalplatz gebucht. Gegen die eingespielte Korschenbroicher Truppe mehr als schwer, dennoch versuchten die Pirates alles. In einem munteren Spiel holten sie sich zwar den Sieg, doch Platz eins verblieb bei der SGL – 27:24.

Platzierungsspiele

Im Duell der punktlosen belohnte sich der TuS Lintorf am Ende mit dem siebten Rang. Die Gladbecker Mannschaft versuchte noch einmal alles, der TuS brachte aber die entscheidenden Prozentpunkte mehr an Erfahrung mit und holte sich verdient den Sieg – 16:14.

Sechs Mannschaften mit 4:2 Punkten, die beiden mit dem kleinsten positiven Torverhältnis von +3 waren Piraten und Löwen. Folglich duellierten sich die beiden Teams im Spiel um Platz 5. Nicht nur aus dem Ligaalltag, sondern auch weil viele Akteuer das jeweils andere Jersey schon einmal trugen, kennen sich die Mannschaften gut, entsprechend respektvoll ging man miteinander um. Auf Augenhöhe verlief die Partie, ehe sich die Piraten gegen Ende ein kleines Polster erarbeiten konnten. Einen möglichen Ausgleich verpasste das Rudel gut eine Minute vor Ultimo – 18:17 für die Piraten.

Eine ganz klare Kiste war das Spiel im Platz drei. Der TV Aldekerk, am Sonntag neben der Abwesenheit von Chef-Coach Achim Schürmann auch verletzungsbedingt dezimiert war gegen den TVK chancenlos – 26:15.

Der etwas überraschende Finalist SG Langenfeld hatte nun die große Chance, gegen Hurry Up sein nächstes Meisterstück zu machen. Noch einmal mobilisierten beide Teams die allerletzten Reserven, jeder wollte den Turniersieg für sich beanspruchen. Kurz vor dem Ende, beim Stande von 21:21 hat die SGL die Chance das Ding klarzumachen, scheitert jedoch vom Strafwurfpunkt. Im anschließenden Siebenmeterwerfen machen es die grün-schwarzen dann besser und holen sich den Sieg beim zweiten Sven-Maletzki-Cup – 24:21.