Spielbericht: SV Zweibrücken – SG Ratingen 27:25 (13:12) 01.02.2015: Spielbericht: SV Zweibrücken – SG Ratingen 27:25 (13:12)
3 Buden in Zweibrücken: Flo Schlierkamp
Die weiteste Auswärtsfahrt des Jahres beschert den Löwen kein Glück. Gegen den Mitaufsteiger aus dem Saarland war für ein ersatzgeschwächtes Rudel nicht mehr drin als die knappe 27:25-Niederlage. Am Ende war man zwar noch in Schlagdistanz zu Zählbarem, Zweibrücken bringt aber den Vorsprung aus der Schlussphase abgeklärt über die Runden und verweilt somit im oberen Tabellendrittel.

Bis zur Mitte der Woche war Richard Ratka noch positiv gestimmt. Seine Stimmungslage änderte sich aber bereits am Mittwoch, als sich Arthur Giela mit schlechten Nachrichten zu Wort meldete. Der Rückraumlinke hatte sich im Training erneut einen Finger gebrochen und fällt vorerst aus. Der erfolgreichste Feldtorschütze des Löwenrudels hatte aber Glück im Unglück – weder Operation noch eine monatelange Ausfallzeit sind zu befürchten. Da mit Marcel Müller ein weiterer Rückraumspieler die Verletztenliste bestückt, standen Ratka nur noch vier dieser Sorte zur Verfügung. Niko Lenz, Dominic Kasal, Johann Oesterwind und René Zobel mussten die Belastung alleine stemmen, zudem mussten Nico Helfrich und Ben Schütte kurzfristig auf der Bank Platz nehmen. Nach einer Krankheit unter der Woche kam ein Einsatz für beide zu früh.

Die Löwen kamen trotz der widrigen Umstände gut in die Partie. Die kompakte Grundausrichtung der Defensive sollte sich bezahlt machen, in der elften Spielminute bat Heim-Coach Bullacher früh zur Auszeit. 3:5 zeigte die Anzeigetafel zu diesem Zeitpunkt, Johann Oesterwind hatte soeben eines seiner drei Tore in die Maschen gesetzt. Sehr zum Leidwesen Ratkas verließen in der Folge seine Schützlinge ein wenig die taktische Marschrichtung und gerieten langsam aber sicher ins Hintertreffen. Das 9:8 durch den wieder einmal erfolgreichsten Zweibrücker Jerome Müller (bereits sein sechster Treffer im Spiel) veranlasste den Löwen-Trainer zur Besprechung.

Keine Mannschaft konnte sich absetzen, im Gegenteil. Es entwickelte sich ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Bis zur Pause wechselten Jäger und Gejagter ständig die Rollen. Nach dem Wechsel allerdings deutete sich an, dass das Heimteam die kleinen aber feinen Prozentpunkte drauflegen konnte. Die Löwen blieben dran, ausgleichen oder gar in Führung gehen konnten sie aber seit dem 13:14 durch Damian Janus aber nicht mehr. Bis zum 21:20 (49.) blieb das Spiel offen, ehe Zweibrücken einen 3:0-Lauf mit vorentscheidendem Charakter hinlegen sollte. Das 24:20 (55.) ließ das Rudel nur noch hinterherlaufen, doch wie schon gegen Krefeld gaben sie sich noch lange nicht auf. Mit offenem Visier kämpfte es sich über 24:22 (56.) nach verwandeltem Siebenmeter durch Mike Schulz und 25:24 (59.) noch einmal heran.

Und auch das 26:24 dreißig Sekunden vor dem Ende bedeutete nicht das Ende, erneut setzte Mike Schulz mit einem beherzten Unterarmwurf den 26:25-Anschlusstreffer. Erst als Björn  Zintel mit seinem viertem Tor des Abends fünf Sekunden vor dem Ende den Sack zumachte, war die Niederlage besiegelt. “In der Summe haben wir einfach zu viele Fehler gemacht und die Big Points nicht verwandelt. Wir haben gut gekämpft und aus unseren Möglichkeiten noch viel herausgeholt.”, zeigte sich Richard Ratka zwar enttäuscht vom Spielverlauf, nicht aber vom Charakter seiner Truppe.

Denn das Augenmerk richtet sich schon jetzt auf den kommenden Samstag (07.02.2015) . Dann kommt es nämlich zu einem immens wichtigen Spiel für die Löwen, der OSC gastiert an der Gothaer Straße und will den Abstand auf das Rudel verkürzen. Ratka und Co. hingegen wollen die große Chance wahrnehmen und sich weitere Luft im Abstiegskampf verschaffen. Anwurf der Partie ist um 18 Uhr.

Aufstellung SG: Stecken, Scholz – Lenz (2), Janus (7), Zobel (1), Schütte, Schlierkamp (3), Bartmann (2), Schulz (6/2), Kasal (1), Helfrich, Oesterwind (3)