17.05.2018: Zwote: Sieg in Wuppertal beschert Platz 6

Ein letztes Mal durfte die Zwote in dieser Saison noch ran, zum Abschluss ging es am Sonntagnachmittag zum LTV nach Wuppertal. Für beide Teams ging es weder um den Auf- noch um den Abstieg, sodass das Ergebnis für beide Mannschaften nur noch einen gelungenen Saisonabschluss und einen optisch schönen Tabellenplatz bescheren sollte. Auch in seinem letzten Spiel für die SG musste Coach Leszek Hoft auf die Verletzten Nils Kossmann, Niklas Wergen und Clemens Oppitz, sowie die beruflich verhinderten Alex Enders und Alex Schmitz verzichten.

Zu Beginn der Partie taten sich die Teams unheimlich schwer den Weg ins gegnerische Tor zu finden. Nach dem Auftakttreffer der Hausherren fiel erst nach knapp acht Minuten das zweite Tor der Partie zum 2:0 zu Gunsten der Wuppertaler. Damit schien sich der LTV aber gefangen zu haben, denn in den darauffolgenden Minuten lief es für die Langerfelder deutlich besser mit dem Tore werfen. Beim 4:0 nach neun Minuten nahm SG-Trainer Hoft dann sichtlich erzürnt seine erste Auszeit. Bis sein Team die Anweisungen aus dem Timeout umsetzen konnte, dauerte es allerdings beinahe weitere zehn Minuten. Bis auf 9:3 konnte der LTV seinen Vorsprung nach 18 gespielten Minuten ausbauen, dann lief es für die Löwen zunehmend besser. Dass man zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch in erweiterter Schlagdistanz war, lag zu einem Großteil an Keeper Leo Loose, der sein Team bis dahin mit einigen starken Paraden im Spiel gehalten hatte. Nachdem Mateusz Dobrolowicz und Patrick Achenbach die Löwen auf 11:6 heran gebracht hatten, folgte fünf Minuten vor dem Pausenpfiff der Hattrick von Marc Steppke, der mit drei Toren in Folge beim 11:9 wieder den Anschluss herstellen konnte. Die folgende Auszeit der Wuppertaler belegte: die Löwen waren wieder im Spiel. Das sollte es aber nicht gewesen sein, denn das Momentum in der Buschenburg schlug nun vermehrt zu Gunsten der Löwen aus. Mateusz Dobrolowicz und Bastian Lindner sorgten mit ihren Treffern vor der Pause für den 11:11 Halbzeitstand.

Nach der Pause hatte sich dann auch der LTV wieder gefangen, sodass sich zwischen den beiden Mittelfeldteams ein spannendes, umkämpftes Spiel entwickelte. Zwischenzeitlich hatten die Löwen immer mal wieder leicht die Nase vorn (13:15, 17:20), absetzen konnten sich die Ratinger aber nicht. Zu häufig schwächten sich die Dumeklemmer selbst und mussten folglich in Unterzahl agieren, nach dem Abpfiff sprach das Zeitstrafenverhältnis mit 3:7 klar gegen die Löwen. Beinahe eine Viertelstunde spielte die SG also mit einem Mann weniger, dass man dennoch den Anschluss hielt, lag wiederum an Leo Loose im Löwentor. Der 19-jährige vernagelte seinen Kasten und ließ die Wuppertaler zunehmend verzweifeln. So ging man beim Stand von 22:22 in die Schlussphase. Auch in dieser stand Loose weiterhin stark, den einzigen Gegentreffer den er hinnehmen musste, war zwei Minuten vor Schluss der siebte Versuch von 7m-Punkt, die vorhergegangen sechs Strafwürfe konnte der junge Keeper alle samt (!) entschärfen. Die entstandene LTV-Führung zum 23:22 egalisierte Bastian Schlierkamp dann wieder mit seinem Treffer zum Ausgleich. In den Schlusssekunden landete der Wurfversuch der Wuppertaler dann über dem Tor, Mateusz Dobrolowicz schaltete geistesgegenwärtig und sprintete zum Gegenstoß, wurde von Leo Loose bedient und traf sechs Sekunden vor Schluss zum 23:24 Siegtreffer.

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“ schallte es nach Abpfiff in der Buschenburg, denn trotz des letzten Spieltages boten sich die beiden Kontrahenten vor allem in der zweiten Hälfte nochmal einen echten Fight. Durch den Sieg zogen die Löwen punktetechnisch mit dem LTV gleich, den man durch den direkten Vergleich und die Tordifferenz in der Tabelle hinter sich lässt. Am Ende der Saison steht für den Aufsteiger aus Ratingen mit 25:27 Punkten ein toller sechster Platz, der zum einen die gute Arbeit der letzten Jahre attestiert und zum anderen eine gute Grundlage für die Aufgaben der kommenden Verbandsligasaison bietet. Einen großen Anteil an diesem Endresultat trägt auch der scheidende Cheftrainer Leszek Hoft, bei dem sich die Mannschaft und der Verein auch an dieser Stelle nochmals herzlich für seine Verdienste bedankt! Nicht nur der Trainer, sondern auch die Akteure haben sich ihre Auszeit nach der kräftezehrenden Saison redlich verdient - nicht mehr lange, dann geht es als Tabellensechster nämlich schon wieder in die Vorbereitung für die neue Verbandsligasaison.

Spielfilm: 0:0, 4:0, 7:2, 9:3, 11:5, 11:9, 11:11, PAUSE, 12:14, 16:16, 17:20, 22:22, 23:24, ENDE.

SGII vs. LTVII:
Loose, Jänsch - Dobrolowicz 10, Steppke 5, Achenbach 4, Sinnwell 2, Jahan Bakhsh 1, Schlierkamp 1, Lindner 1, Kostede, Michel.