04.02.2018: Löwen bleiben oben dran

Starke Paraden gegen Rheinbach: Jascha Schmidt

Vier Punkte in vier Tagen. Die Löwen haben aus dem dreiteiligen Heimspielmarathon bisher das Optimum herausgeholt. Auch gegen den TV Rheinbach verließen sie das Parkett als Sieger, so richtig zufrieden sein konnten sie mit der eigenen Leistung aber nicht.

Es war ein dickes Brett, welches sich die Löwen in mühevoller Kleinarbeit am Samstagabend zurechtbohren mussten. Der TV Rheinbach erwies sich als äußerst unangenehmer Gegner, der dem Rudel über weite Strecken der Begegnung arge Schwierigkeiten bereitete. Carsten Jacobs brachte seine Farben zwar mit dem 1:0 in Führung, in der Folge aber waren es die Gäste, die den Ton angaben. Vor allem über ihren aus der Distanz brandgefährlichen Christian Dobbelstein kamen sie immer wieder zum Torerfolg, während das Rudel sich vorne oft ideenlos zeigte. Beim 4:7 (12.) hatte Khalid Khan genug gesehen, um sich zum Eingreifen gezwungen zu fühlen.

Doch die Reaktion seiner Mannschaft ließ auch nach der Auszeit auf sich warten. Bis zum 8:12 (20.) eilte Rheinbach davon, ehe ein kleiner Ruck durch die Dumeklemmer-Reihen ging. Bis zum 11:12 bissen sie sich im Gegner fest, beim Pausentee stand es 14:15. Die folgende Ansprache in der Kabine entstammte der Kategorie Weckruf, dem die Löwen aber noch gute sechs Minuten nach dem Wiederanpfiff seine Wirkung verwehrten. Erneut hatte Dobbelstein zum 18:19 getroffen, ehe das Rudel mit einem 5-Tore-Lauf die Weichen auf Heimsieg stellten. Das zwischenzeitliche 23:19 bedeutete zwar noch keine Vorentscheidung, doch die Führung ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen.

Bevor aber der zweite Heimsieg bejubelt werden durfte, spannten sie die Zuschauer und ihren Trainer noch einmal gehörig auf die Folter. Yannik Nitzschmann hatte zum 28:24 (55.) von der Siebenmeterlinie getroffen, als Rheinbach noch einmal die letzten Reserven mobilisierte. Über 28:26 (57.) und 29:27 blieben die Gäste in Schlagdistanz und als der erfolgreichste Rheinbacher Schütze Loenenbach 40 Sekunden vor dem Ende zum Strafwurf schreitet, hätte es noch einmal richtig eng werden können. Doch er vergab die Chance zum Anschluss, auf der Gegenseite machte Dominik Jung mit seinem fünften Treffer dann alles klar.

Aufstellung SG: Ferne, Schmidt - Funke, Jung (5), Jacobs (6), Müller (2), Breuer (7), Schütte, Nitzschmann (5/2), Mergner (4), Worm (1), Jonovski